Maud Lewis – die wahre Geschichte einer Künstlerin

Viel beachtete Filmbiographie aus Kanada


Am kommenden Dienstag, 28.August um 20.00 Uhr läuft im Cinepark-Kino im Kino für Toleranz der kanadisch-irische Spielfilm „Maudie“ aus dem Jahr 2016. Die irische Regisseurin Aisling Walsh erzählt in ihrem Film das Leben der kanadischen Malerin Maud Lewis, die von 1903 bis1970 in der Provinz Nova Scoatia an der kanadischen Ostküste gelebt hat.
Bereits seit 13 Jahren gibt es die Filmreihe „Kino für Toleranz“, die vom Verein „Offene Türen – Internationaler Treff“, der Volkshochschule und dem CinePark-Kino in Schrobenhausen veranstaltet wird. Grundüberlegung dabei ist, dass es gilt, die Differenz zum anderen wahrzunehmen und zu versuchen das Fremde zu verstehen, um so die Vorbedingungen für Toleranz zu schaffen. Aktuelle, hochwertige Filme aus vier Kontinenten greifen an jedem letzten Dienstag im Monat aus unterschiedlichen Perspektiven immer neue Variationen der Suche nach dem Sinn im Dasein auf.

Kanada, 1930er Jahre. Everett Lewis lebt als Hausierer zurückgezogen an der Ostküste. Gegen die Einsamkeit und für etwas Ordnung in seiner kleinen Kate entscheidet er sich, eine Haushälterin zu engagieren. Aber auf seine Annonce meldet sich einzig Maud Dowley. Als Kind an rheumatischer Arthritis erkrankt, ist sie sehr zierlich, humpelt, und ihre Hände sind deformiert und in ihrer Funktion eingeschränkt. Maud hat nur einen Wunsch, sie will weg von ihrer Familie, die ihr nichts zutraut. Und sie will malen. Die ersten Ölfarben bekommt sie von Everett geschenkt. Da hat er längst erkannt, dass Maud nicht zur Haushälterin geboren ist. Statt zu putzen, bemalt sie lieber Stück für Stück das ganze Haus mit farbenfrohen Bildern. Doch trotz alledem, oder gerade deswegen, empfindet Everett mehr und mehr Zuneigung zu Maud, auch wenn Liebe und zarte Gefühle bisher in seinem Leben nicht vorkamen.

„Maudie“ erzählt die wahre und sehr berührende Geschichte von Everett und Maud, die beide vom Leben nie begünstigt wurden, aber durch ihre Liebe füreinander das größte Glück fanden. Noch in den letzten Jahren ihres Lebens erlebte Maud Lewis ihren Durchbruch als Folk Art-Künstlerin. Ihre Gemälde hängen heute in zahlreichen Kunstsammlungen weltweit. Eine schmerzhafte und berührende Liebesgeschichte über zwei Außenseiter und die befreiende Kraft von Kunst und Kreativität.

Der Film ist ab 12 Jahre freigegeben, dauert 116 Minuten und wird auch am Sonntag, 2. September um 11.00 Uhr gespielt.

Die nächsten Filme im Kino für Toleranz laufen an folgenden Terminen:

  • 25.09.18: „Die Migrantigen“;
  • 30.10.18: Three Billboards outside Ebbing, Missouri;
  • 27.11.18: Innen Leben; 18:12.18: Alte Jungs;
  • 29.01.19: Wackersdorf; 26.2.19: Ladybirds;
  • 26.03.19: Foxtrot.

Karten und Programmflyer für die aktuelle Staffel gibt es an der Abendkasse. Wer per E-mail über das Programm von „Kino für Toleranz“ und die Inhalte der Filme informiert werden möchte, kann sich mit einer mail an „kino-fuer-toleranz@offene-tueren.net“ dafür anmelden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.