75 Jahre Befreiung vom Nazi-Terrorregime

Kriegsende 8. Mai 1945

75 Jahre Kriegsende = 75 Jahre Frieden sind natürlich ein schöner Anlass für Feierlichkeiten. Auch wenn die Feierlichkeiten in Zeiten von Corona selbstverständlich etwas anders ausgefallen sind als ursprünglich geplant…

75 Jahre sind aber auch – je nach Rechenart – zwei bis drei Generationen Versuchung, die Grauen des Krieges und des Terrorregimes zu vergessen. Und auch wenn man diesen Schrecken natürlich nicht einfach in nackte Zahlen fassen kann, auch wenn Menschen nie einfach zu einer Ziffer in einer Statistik werden dürfen, hier doch der Versuch die Dimension der Schreckensherrschaft der Nazis in Zahlen zu fassen:
So viele Menschenleben forderte der NS-Rassenwahn

Unser aller Aufgabe ist es mitzuhelfen, dass sich so ein Wahnsinn nie wiederholt, nie wiederholen kann! Ein guter Weg dafür ist, Mauern – vor allem die in den Köpfen – niederzureißen. Neue Menschen kennenzulernen. Ängste abzubauen. Der Schlüssel dafür ist das Kennenlernen: wenn Fremdheit ein Gesicht und einen Namen hat, verliert sie ihre Bedrohlichkeit. Deshalb wollen wir Räume für Begegnung schaffen und ein Treffpunkt für Menschen aus aller Herren Länder sein. Deshalb nennen wir unseren Verein auch „Offene Türen – internationaler Treff“.

Vielleicht ist unser Verein in 75 Jahren überflüssig (geworden). Aber heute ist unser Verein, ist unser Engagement noch nötig. Lasst uns gemeinsam diese Räume für Begegnung(en) schaffen!

Gedanken zur Reichspogromnacht

8 Jahrzehnte nach der verhängnisvollen Reichspogromnacht 1938 (Hintergründe: siehe hier und hier) marschieren die Nazis wieder durch Deutschland, in dem Fall durch Bielefeld!

Ja, es waren „nur“ 230 Nazis aufmarschiert (jeder einzelne Ewiggestrige ist zu viel!). Ja, es haben sich mehrere Tausend Gegendemonstranten zusammengefunden, um friedlich zu zeigen, dass dieses Gedankengut hier nicht willkommen ist.
Der springende Punkt ist die Tatsache, dass die Nazis die Dreistigkeit haben, an einem wahrlich schicksalsbeladenen Tag wie dem Jahrestag der Reichspogromnacht wieder durch Deutschland zu marschieren!

Natürlich muss eine wehrhafte Demokratie so eine Provokation aushalten. Aber es zeigt leider nur zu deutlich, dass rechtes Gedankengut wieder auf dem Vormarsch ist. Es zeigt nur zu deutlich, wie viel Arbeit es für die Offenen Türen noch zu tun gibt. Jede und jeder, dem daran gelegen ist, dass sich rechtes Gedankengut nicht weiter ausbreitet, ist zu unseren monatlichen Treffen (z. B. 18. November, 19:30 Uhr, Juze/GreenHaus) herzlich eingeladen!