Ein Held der deutschen Nachkriegs-Demokratie

Ein Jurist behauptet den Rechtsstaat gegen Nazi-Seilschaften
Am Dienstag nächster Woche, 29.März um 20.00 Uhr läuft im Kino für Toleranz im Cinepark-Kino der deutsche Spielfilm „Der Staat gegen Fritz Bauer“ aus dem Jahr 2015.

postit KinoDeutschland 1957. Während die junge Bundesrepublik die NS-Zeit hinter sich lassen will, kämpft ein Mann unermüdlich dafür, die Täter im eigenen Land vor Gericht zu stellen: Zwölf Jahre nach Kriegsende erhält der kompromisslose Generalstaatsanwalt Fritz Bauer den entscheidenden Hinweis darauf, wo sich der frühere SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann versteckt halten soll. Dieser Adolf Eichmann war zuständig gewesen für die Organisation der Deportation der Juden aus Deutschland und den besetzten europäischen Ländern und somit direkt mitverantwortlich für die Enteignung und Ermordung der europäischen Juden.
Gemeinsam mit dem jungen Staatsanwalt Angermann versucht Bauer, Eichmann vor ein deutsches Gericht zu bringen. Doch es formiert sich Widerstand bis in die höchsten Kreise: In seiner eigenen Behörde verschwinden immer wieder Akten, die Ermittlungen des unliebsamen Gerechtigkeitssuchers werden massiv behindert. Ein scheinbar aussichtsloser Kampf gegen unsichtbare Gegner beginnt, doch Bauer und Angermann geben nicht auf, wohl wissend, dass ihnen die Jagd auf Eichmann sowohl beruflich als auch privat alles abverlangen wird.

Die Bedeutung des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer für das Zustandekommen der Auschwitz-Prozesse der 1960er Jahre ist unumstritten. Doch erst nach seinem Tod wurde sein entscheidender Verdienst um die Ergreifung Eichmanns bekannt. Der Regisseur des Films, Grimme-Preisträger Lars Kraume, zeichnet das kraftvolle und fesselnde Porträt eines mutigen Mannes und dessen Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit.
Der Film ist ab 12 Jahre freigegeben, dauert 106 Minuten und wird auch am Sonntag, 3.April um 11.00 Uhr gespielt. Die nächsten Filme im Kino für Toleranz laufen an folgenden Terminen: 12.April „Sahara Salaam“; 26.April „Mutter und Sohn“; 31.Mai „Virgin Mountain“; 28. Juni „Dämonen und Wunder – Dheepan“; 26.Juli „Hasret – Sehnsucht“; 30.August „Feuerwerk am hellichten Tag“; 27.September „Mustang“ .

Wer per E-mail über das Programm von „Kino für Toleranz“ und die Inhalte der Filme informiert werden möchte, kann sich mit einer mail an „kino-fuer-toleranz@offene-tueren.net“ dafür anmelden.

Kino Für Toleranz – Programm „Es wird Sommer – auch im Kino für Toleranz“ unsere (2016) 

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