Bösartige Morde in der chinesischen Provinz

Ein schmutziger, wirrer Kriminal-Thriller aus China

postit KinoAm kommenden Dienstag, 30. August um 20.00 Uhr läuft im Kino für Toleranz im Cinepark-Kino der chinesische Spielfilm „Feuerwerk am helllichten Tage“ aus dem Jahr 2013. Der Film zeigt die Schattenseiten des scheinbar ungebremsten chinesischen Wirtschaftswachstums und gewann 2014 den Goldenen Bären der Berlinale als bester Spielfilm. Der Hauptdarsteller Liao Fan bekam in der Rolle des heruntergekommenen Kommissars einen Silbernen Bären als bester Schauspieler.

In einer Kleinstadt im Norden Chinas kommt es zu schrecklichen Leichenfunden. Bei der Festnahme der mutmaßlichen Mörder ereignet sich ein blutiger Zwischenfall: Zwei Polizisten sterben, der Kommissar Zhang überlebt schwer verletzt. Er wird vom Dienst suspendiert und arbeitet fortan als Wachmann in einer Fabrik. Fünf Jahre später geschehen wieder mysteriöse Morde. Mit Hilfe eines ehemaligen Kollegen beginnt Zhang auf eigene Faust Ermittlungen. Er entdeckt, dass alle Opfer in Beziehung zu einer geheimnisvollen, jungen Frau standen, und er muss erfahren, dass Schuld und Unschuld nicht immer zu trennen sind…

Diao Yinan, Regisseur des Films, war mit seinem Thriller kaum mit Forderungen der Zensur konfrontiert. Obwohl der Film von übergewichtigen, depressiven Polizisten (in China werden Polizisten normalerweise nicht negativ dargestellt) handelt, und obwohl er das in China sehr sensible Thema der Kohlenminen berührt, die von Korruptions- und Sicherheitsskandalen belastet sind. Die chinesischen Behörden wollen den Ruf des chinesischen Kinos verbessern, als Folgerung daraus ergab sich eine Lockerung der Zensur. „Feuerwerk am helllichten Tage“ ist zwar kein offen politischer Film, aber er zeichnet ein dunkles Bild vom heutigen China. Damit steht er in einer Reihe mit anderen aktuellen Filmen, die ihren Blick von den großen chinesischen Metropolen auf kleinere, weniger glamouröse Regionen lenken und das Krimigenre nutzen, um aktuelle sozioökonomische Themen anzusprechen.

Der Film ist ab 16 Jahre freigegeben, dauert 106 Minuten.

Matinee am Sonntag um 11:00 Uhr: Wer den KfT-Abend am Dienstag verpaßt, hat i.d.R. am folgenden Sonntag noch eine Chance: beachten Sie bitte immer unsere Ankündigungen in der Tagespresse und im Internet.

Erinnerungsservice: Wenn Sie möchten, erinnern wir Sie per Mail an die nächste Vorstellung. Senden Sie einfach eine Mail an kino-fuer-toleranz@offene-tueren.net.

Flyer download…….

Der nächste Film im Kino für Toleranz mit dem Titel „Mustang“ läuft am 27.September.

 

 

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